Auf mehreren Bochumer Kinderspielplätzen stehen bereits Tafeln, mit denen Kinder Wünsche und Bedürfnisse auch ohne gesprochene Worte zeigen können. Die Stadt Bochum sucht nun Hinweise darauf, an welchen weiteren Spielplätzen solche Angebote sinnvoll wären.
Die Kommunikationstafeln gehören zur unterstützten Kommunikation. Sie richten sich an Menschen, die sich nicht oder nicht ausreichend über Lautsprache ausdrücken können. Für Kinder kann das bedeuten, auf ein Symbol für ein Spiel, eine Pause, Hilfe oder einen Wunsch zu zeigen, statt die passenden Worte sagen zu müssen.
Die Stadt veröffentlichte den Aufruf am 12. August 2026. Familien und andere Nutzerinnen und Nutzer der Bochumer Kinderspielplätze können damit direkt auf Orte hinweisen, an denen aus ihrer Sicht ein solches Angebot fehlt.
METACOM-Symbole machen Wünsche sichtbar
Auf den Tafeln werden METACOM-Symbole eingesetzt. Diese Bildzeichen sind laut Stadt für viele Kinder wiedererkennbar, weil sie auch in Kindertagesstätten, Schulen und Therapieeinrichtungen verwendet werden.

Die Tafeln ersetzen kein Gespräch zwischen Kindern, Eltern oder Betreuungspersonen. Sie können aber eine zusätzliche Möglichkeit schaffen, miteinander in Kontakt zu kommen. Wer auf Lautsprache nicht oder nur eingeschränkt zurückgreifen kann, erhält damit eine Form der Verständigung, die Sprache ergänzt oder ersetzt.
Auf dem Spielplatz kann das besonders praktisch sein: Wünsche und Bedürfnisse lassen sich schnell und deutlich über Symbole ausdrücken. Die Stadt sieht die Tafeln deshalb nicht nur als Hilfsmittel, sondern auch als Zeichen für Wertschätzung, Teilhabe und die Anerkennung unterschiedlicher Kommunikationsformen.
Diese Bochumer Spielplätze haben bereits Tafeln
Nach Angaben der Stadt stehen auf Bochumer Spielplätzen derzeit gut ein Dutzend Kommunikationstafeln. Genannt werden unter anderem der Spielplatz im Stadtpark und ein Standort im Volkspark Langendreer.

Damit gibt es bereits Beispiele in unterschiedlichen Teilen der Stadt, doch eine vollständige Standortliste enthält die Mitteilung nicht. Auch bleibt offen, wie viele Tafeln an den einzelnen Spielplätzen stehen. Der Aufruf richtet sich daher ausdrücklich an Menschen, die die Orte im Alltag nutzen und einschätzen können, wo ein zusätzliches Angebot den Zugang zum gemeinsamen Spiel erleichtern könnte.
Standortvorschläge gehen per E-Mail an die Stadt
Wer einen geeigneten Spielplatz kennt, kann einen Vorschlag per E-Mail an mkolbe@bochum.de senden. Hilfreich ist dabei, den konkreten Spielplatz möglichst eindeutig zu benennen, damit die Stadt den Hinweis einem Standort zuordnen kann.
Die Stadt Bochum hat in ihrer Pressemitteilung keine Frist für Einsendungen, keine Auswahlkriterien und keinen Termin für mögliche neue Aufstellungen genannt. Quelle der Angaben ist die Pressemitteilung der Stadt Bochum vom 12. August 2026.
Quelle: City of Bochum Press Releases
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Quellenprüfung Quellenweg
Der Beitrag stützt sich auf die Pressemitteilung der Stadt Bochum vom 12. August 2026.
- Die Zahl der bestehenden Tafeln wurde als „gut ein Dutzend“ wiedergegeben.
- Die genannten Beispielstandorte Stadtpark und Volkspark Langendreer wurden aus der Mitteil...
- Die Kontaktadresse für Standortvorschläge wurde mit der Originalquelle abgeglichen.
- Quelle
- Pressemitteilung der Stadt Bochum
- Umfang
- Bochum
- Aktualisiert
- 2026-08-12 18:28
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