2026-08-12 Aktuelle Nachrichten, Wirtschaft und Politik aus Deutschland.
Ein Musiker spielt konzentriert auf einer Trommel bei einer öffentlichen Kulturveranstaltung.

Dortmund hört neue Stimmen beim MADIBA Festival

Afrikanische und afrodiasporische Literatur steht am Samstag, 22. August 2026, einen ganzen Tag lang im Mittelpunkt: Das vierte MADIBA Buchfestival bringt Lesungen, Performances, Gespräche und Musik in die Stadt- und Landesbibliothek Dortmund. Unter dem Motto „Erzählte Zukünfte“ beschäftigt sich das Programm damit, wie Geschichten gesellschaftliche Veränderungen anstoßen und Vorstellungen vom Morgen prägen können.

Das Festival zählt zu den wenigen Literaturveranstaltungen in Nordrhein-Westfalen, die sich durchgehend diesen literarischen Perspektiven widmen. Angesprochen sind nicht nur Leserinnen und Leser: Ein offenes Kreativangebot macht den Termin erstmals auch für Familien mit Kindern interessant.

Termin, Veranstaltungsort und Eintritt

Das MADIBA Buchfestival läuft am 22. August von 11 bis 21 Uhr im Studio B der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund. Der Eintritt ist frei. Über die Festivalankündigung wird zusätzlich eine kostenlose Anmeldung angeboten.

Die wichtigsten Angaben für den Besuch:

  • Datum: Samstag, 22. August 2026
  • Zeit: 11 bis 21 Uhr
  • Ort: Studio B, Stadt- und Landesbibliothek Dortmund
  • Eintritt: frei
  • Ausrichtung: Afrikultur e. V. in Kooperation mit der Bibliothek

Konkrete Einzelzeiten der Lesungen, Performances und Gesprächsformate nennt die vorliegende Ankündigung nicht. Wer gezielt einen bestimmten Auftritt besuchen möchte, sollte deshalb vor der Anreise das vollständige Tagesprogramm beziehungsweise die Angaben bei der kostenlosen Anmeldung prüfen.

Lesungen über Identität, Zukunft und Zugehörigkeit

Dayan Kodua eröffnet den Festivaltag mit einer Keynote. Die Schauspielerin, Autorin und Verlegerin gehört zu den bekannten Stimmen der afrodiasporischen Literatur- und Kulturszene in Deutschland. Anschließend lesen Yandé Seck, Ana Lucão Mvangi und Tete Loeper aus ihren Werken.

Diana Dua greift in ihrem Impuls die Leitidee „Erzählte Zukünfte“ direkt auf. Sheeko Ismail vom Kwanza Bookshop widmet sich in einer Storytelling-Session der Frage, welche Rolle dekoloniale Buchhandlungen als Orte für neue Erzählungen spielen können.

Literatur erscheint dabei nicht ausschließlich in Buchform. Monsieur Junior verbindet Tanz und Spoken Word, Marie-Claire Tjombe präsentiert eine Poetry-Performance, und Orli Yomi bringt freie Poesie auf die Bühne. Damit führt das Festival geschriebene, gesprochene und körperlich inszenierte Erzählweisen in einem gemeinsamen Programm zusammen.

Ein Live-Podcast öffnet den gesellschaftlichen Dialog

Jil-Henriane Johnson und Joana Perpah moderieren eine Live-Ausgabe des Podcasts „Deutsch, aber schwarz“. Im Zentrum stehen Identität, Zugehörigkeit und kulturelle Teilhabe – Themen, die den literarischen Schwerpunkt des Tages mit gegenwärtigen gesellschaftlichen Erfahrungen verbinden.

Im Format „6 Stimmen – 1 Frage“ antworten Autorinnen und Kulturakteurinnen mit kurzen Impulsen auf die Frage, welche Geschichten die Gesellschaft künftig stärker braucht. Den musikalischen Abschluss übernimmt Michael Nguetsa & The Afroblues Project mit einem Live-Konzert. Signierstunden und persönliche Gespräche geben dem Publikum anschließend Gelegenheit, den Beteiligten und ihren Büchern unmittelbar zu begegnen.

Das Future Story Lab richtet sich an Familien

Neu ist das ganztägige „Future Story Lab – Das Zukunftslabor für Kinder & Familien“ unter der Leitung von Inoride Mika. Kinder können dort Zukunftsstädte bauen, eigene Erzählungen entwickeln, Zukunftspost gestalten und mit literarischen Ideen experimentieren.

Das Mitmachangebot ist offen angelegt: Familien können laut Ankündigung im Tagesverlauf jederzeit einsteigen. Dadurch müssen sie ihren Besuch nicht an einen einzelnen Beginn binden und können das Kinderprogramm mit Lesungen, Performances oder dem Konzert kombinieren.

Bücher finden und mit Kulturschaffenden sprechen

Während des gesamten Festivals ergänzt ein Marketplace das Bühnenprogramm. Verlage, Buchhandlungen sowie Autorinnen und Autoren stellen dort Bücher vor, beantworten Fragen und signieren Werke. Das schafft in Dortmund einen direkten Zugang zu afrikanischer und afrodiasporischer Literatur, die im regulären Veranstaltungsbetrieb vielerorts nur punktuell vertreten ist.

Veranstaltet wird die vierte Ausgabe von Afrikultur e. V. gemeinsam mit der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und das Kulturbüro Dortmund fördern das Festival. Für den Besuch bleiben damit zwei praktische Eckpunkte entscheidend: Der Eintritt ist kostenlos, und der Marketplace sowie das Familienlabor begleiten den Festivaltag fortlaufend.

Quelle: City of Dortmund Press Releases

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