2026-09-15 Aktuelle Nachrichten, Wirtschaft und Politik aus Deutschland.
Warme Kleidung und Strickpullover hängen ordentlich auf einer Kleiderstange für den Herbst.

Kleiderschrank im Herbst richtig umstellen

Wenn die Temperaturen zwischen milden Nachmittagen und kalten Morgenstunden wechseln, lohnt sich ein gezielter Kleiderschrank-Check. Was jetzt sauber, trocken und repariert ist, schützt Textilien vor Gerüchen, Motten und unnötigen Neukäufen. Ein freies Herbstwochenende reicht meist aus, um Sommerkleidung einzulagern, Wollpullover vorzubereiten und Schuhe wetterfest zu machen.

Sortieren: Sommerkleidung erst prüfen, dann verstauen

Räumen Sie den Schrank nicht einfach komplett um. Legen Sie zunächst drei Stapel an: Kleidung für die Lagerung, Stücke für Reparaturen und Teile, die in der Übergangszeit griffbereit bleiben.

Zur Herbstgarderobe gehören nicht nur Pullover und Jacken. Auch leichte Hosen, Langarmshirts, Westen, Tücher und wetterfeste Schuhe können in den nächsten Wochen wichtig sein. Kleidungsstücke, die sich kombinieren lassen, bleiben deshalb vorn im Schrank.

Prüfen Sie jedes Sommerteil mit drei Fragen:

  • Wird es in den nächsten Wochen noch getragen?
  • Ist es sauber und vollständig?
  • Würde ich es im kommenden Frühjahr wieder anziehen?

Was Sie behalten möchten, sollte vor der Lagerung gewaschen oder zumindest nach Pflegeetikett behandelt werden. Schweiß, Hautfette und Essensreste sind für Menschen oft kaum sichtbar, können aber nach Monaten Flecken, Gerüche oder Schädlingsbefall begünstigen.

Kleidung mit einem kleinen Loch, einem fehlenden Knopf oder einer offenen Naht kommt auf einen eigenen Reparaturstapel. So verschwindet sie nicht zwischen den Saisonboxen. Beschädigte Stücke sollten möglichst vor dem Einlagern ausgebessert werden, damit sie im Frühjahr sofort tragbar sind.

Pflegen: Wolle, Schuhe und empfindliche Stoffe richtig vorbereiten

Wollpullover brauchen vor der Lagerung besondere Aufmerksamkeit. Waschen Sie sie nur nach dem Pflegeetikett und verwenden Sie bei geeigneten Stücken ein mildes Wollwaschmittel. Zu starke Reibung, hohe Temperaturen und hektisches Auswringen können die Fasern verformen oder verfilzen.

Legen Sie gewaschene Wolle zum Trocknen flach auf ein Handtuch. Ein Kleiderbügel kann bei nassen Pullovern die Schultern ausleiern. Erst wenn das Kleidungsstück vollständig trocken ist, gehört es in den Schrank oder eine Aufbewahrungsbox.

Motten vorbeugen ohne Duftstoffe zu überschätzen

Motten werden nicht durch Unordnung allein verursacht. Entscheidend sind geeignete Nahrung, Ruhe und dunkle, wenig bewegte Bereiche. Naturfasern wie Wolle, Kaschmir oder Seide sind besonders schützenswert.

Hilfreich sind diese Gewohnheiten:

  • Wollkleidung vor dem Einlagern reinigen und vollständig trocknen lassen.
  • Den Schrank regelmäßig aussaugen, auch an Leisten, Ecken und unter Schubladen.
  • Kleidung nicht zu dicht stapeln, damit Luft zirkulieren kann.
  • Naturfasern gelegentlich lüften und auf kleine Gespinste oder Löcher prüfen.
  • Duftende Kräutersäckchen höchstens ergänzend einsetzen; sie ersetzen keine Reinigung und Kontrolle.

Bei einem konkreten Mottenverdacht sollten Sie betroffene Textilien getrennt aufbewahren und die Pflegehinweise beachten. Nicht jedes Kleidungsstück verträgt Hitze oder eine Behandlung im Gefrierfach. Bei empfindlichen Materialien kann eine professionelle Textilreinigung sinnvoll sein.

Schuhe sollten vor dem Einräumen mehrere Stunden, besser über Nacht, trocknen. Entfernen Sie Einlegesohlen, lockern Sie Schnürsenkel und stopfen Sie das Schuhwerk bei Bedarf mit säurefreiem Papier aus. Zeitungspapier kann abfärben; direkte Heizungswärme kann Leder und Klebstoffe austrocknen oder verformen.

Entfernen Sie getrockneten Schmutz mit einer geeigneten Bürste. Glattleder kann nach Herstellerangabe sparsam gepflegt werden, während Wildleder eine spezielle Bürste benötigt. Gummistiefel werden mit Wasser gereinigt und anschließend bei Raumtemperatur getrocknet. Schuhe, die im Herbst noch benötigt werden, sollten nicht ganz hinten im Schrank verschwinden.

Kleiderschrank im Herbst richtig umstellen

Lagern: Textilien sauber, trocken und luftig unterbringen

Für die Lagerung eignen sich stabile Boxen, atmungsaktive Stoffhüllen oder gut gereinigte Schubladen. Kunststoffboxen schützen zwar vor Staub, sollten aber nicht mit feuchter Kleidung verschlossen werden. Kontrollieren Sie außerdem, ob sich in Keller, Dachboden oder Abstellkammer starke Temperaturschwankungen oder hohe Luftfeuchtigkeit bilden.

Falten Sie T-Shirts, Leinenkleidung und leichte Baumwolle locker. Schwere Stücke liegen besser unten, empfindliche oder helle Textilien nicht direkt an bedruckten Materialien. Zwischenlagen aus sauberem, säurefreiem Papier können empfindliche Stoffe schützen.

Empfindliche Jacken und Kleider werden nach Pflegeetikett gelagert. Verwenden Sie breite Bügel, wenn ein Kleidungsstück hängen muss, und vermeiden Sie dünne Drahtbügel, die Schultern und Stoff belasten können. Daunenjacken sollten meist nicht über Monate stark komprimiert bleiben. Beachten Sie hier die Herstellerangaben.

Beschriften Sie jede Box mit Inhalt und Jahreszeit. Ein kurzer Hinweis wie „Leinen, Bademode, leichte Blusen – sauber“ spart im Frühjahr Zeit. Kleidung mit einem Fleck oder Reparaturbedarf gehört nicht in dieselbe Box wie fertig gepflegte Stücke.

Reparieren: Kleine Schäden vor dem ersten Kälteeinbruch erledigen

Der Übergang zur Herbstgarderobe ist ein guter Zeitpunkt für eine kurze Reparaturrunde. Prüfen Sie Mäntel, Regenjacken, Strickwaren und Schuhe auf Schäden, bevor sie täglich gebraucht werden.

Eine kleine Hausrunde umfasst:

  • lose Knöpfe annähen und Ersatzknöpfe ergänzen,
  • offene Nähte sichern,
  • Reißverschlüsse auf Leichtgängigkeit prüfen,
  • fehlende Kordelstopper oder Schnürsenkel ersetzen,
  • Taschenfutter und Saum kontrollieren,
  • Sohlen, Absätze und Nässebarrieren der Schuhe ansehen.

Bei Funktionsjacken sollten Sie keine beliebigen Imprägniermittel verwenden. Das Mittel muss zum Material und zur Membran passen. Waschen Sie solche Kleidung nur nach den Herstellerangaben, da falsche Weichspüler oder hohe Temperaturen die Funktion beeinträchtigen können.

Planen Sie aufwendigere Arbeiten frühzeitig ein. Eine Änderungsschneiderei, Schuhreparatur oder Reinigung kann vor der kalten Jahreszeit stärker ausgelastet sein. Bei Lieblingsstücken lohnt sich die Reparatur oft besonders, weil Passform und Material bereits vertraut sind.

Packliste für das Herbstwochenende

Mit wenigen Dingen lässt sich die saisonale Umstellung übersichtlich erledigen:

  • Wäschekorb oder drei klar getrennte Stapel,
  • mildes Wasch- oder Wollwaschmittel,
  • Fusselrolle und Kleiderbürste,
  • Nähset mit passenden Nadeln und Fäden,
  • Schuhbürste und materialgerechte Pflege,
  • saubere Aufbewahrungsboxen oder Stoffhüllen,
  • Papier zum Ausstopfen der Schuhe,
  • Etiketten und Stift für die Boxen,
  • Staubsauger für Schrankfächer und Fußleisten.

Arbeiten Sie Fach für Fach und räumen Sie erst dann ein, wenn die Fläche sauber und trocken ist. So behalten Sie den Überblick und vermeiden, dass ungeprüfte Kleidung wieder im Schrank landet.

Der konkrete Ablauf in zwei Stunden

Beginnen Sie mit dem Leeren eines Fachs oder einer Schublade. Sortieren Sie, reinigen Sie die Fläche und legen Sie nur Kleidung zurück, die in der Übergangszeit gebraucht wird. Danach kümmern Sie sich um die Schuhe und hängen Jacken so auf, dass sie nicht gequetscht werden.

Im zweiten Schritt verpacken Sie die saubere Sommerkleidung und beschriften die Boxen. Zum Schluss erledigen Sie eine kleine Reparatur oder notieren, was zur Reinigung oder Änderung gebracht werden muss. Ein letzter Kontrollblick nach einigen Tagen zeigt, ob der Schrank übersichtlich bleibt und einzelne Teile noch anders verteilt werden sollten.

Quelle: Editorial research

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