Die Notschlafstelle „Obdach Krefeld“ an der Feldstraße soll umgebaut werden. Schutzsuchende sollen künftig mehr Privatsphäre erhalten, Sanitärbereiche sollen verbessert und ein eigener Bereich für Frauen geschaffen werden. Für die Sanierung der ehemaligen Don-Bosco-Schule hat die Bezirksregierung Düsseldorf jetzt 129.000 Euro aus dem Denkmalförderprogramm NRW bewilligt.
Regierungspräsident Thomas Schürmann übergab den Förderbescheid am 13. September beim Tag des offenen Denkmals an Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer. Das Gebäude dient heute als städtische Unterkunft für Menschen ohne Wohnung, war ursprünglich jedoch eine Schule und steht unter Denkmalschutz.
Kleinere Räume statt großer Schlafgruppen
Derzeit schlafen Menschen im Obdach Krefeld in größeren Gruppen in früheren Klassenzimmern. Diese Aufteilung passt nach Angaben der Stadt nicht gut zu den Anforderungen einer Notschlafstelle. Durch Trennwände sollen die großen Räume verkleinert werden, ohne dass die historische Grundstruktur des Gebäudes vollständig verloren geht.

Damit verbindet der Umbau zwei Ziele: Die denkmalgeschützte Bausubstanz der ehemaligen Don-Bosco-Schule soll erhalten bleiben, zugleich soll die Unterkunft alltagstauglicher werden. Die Fassade wird im Zuge der Arbeiten ebenfalls saniert.
Thomas Schürmann bezeichnete das Gebäude als historischen Ort und sozialen Standort zugleich. Die Förderung solle dazu beitragen, die Bausubstanz zu sichern und die Bedingungen für eine zeitgemäße Nutzung der Notschlafstelle zu verbessern.

Neue Sanitärbereiche und ein Bereich für Frauen
Ein Schwerpunkt der Planungen liegt auf den Sanitäranlagen. Auf dem Gelände stehen derzeit temporäre Duschkabinen in Containern zur Verfügung. Nach dem Umbau sollen im Gebäude ausreichend dezentrale Wasch- und Duschmöglichkeiten vorhanden sein, getrennt nach Geschlechtern. Die Containerlösung soll dann entfallen.
Geplant sind außerdem Umkleiden sowie Wasch-, Trocken- und Lagerräume. Für die Beschäftigten sollen Büro- und Pausenräume entstehen; vorgesehen sind auch eine Pforte und ein barrierefreier Eingang. Frauen sollen einen getrennten Bereich mit eigenem Zimmer nutzen können.

Die Maßnahmen betreffen damit nicht nur die Übernachtung, sondern auch die Abläufe in der Unterkunft. Die Stadt beschreibt das Obdach Krefeld als mehr als ein reines Nachtangebot: Menschen in schwierigen Lebenslagen sollen dort Unterstützung erhalten, um perspektivisch wieder selbstbestimmt in einer eigenen Wohnung leben zu können.
Förderung für den denkmalgeschützten Sozialstandort
Die 129.000 Euro stammen aus dem Denkmalförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen. Gefördert wird damit nicht ein Neubau, sondern die Umgestaltung eines bestehenden, geschützten Gebäudes. Die Stadt will die frühere Schularchitektur in Abstimmung mit dem Denkmalschutz weiterhin erkennbar lassen.
Vorbereitet und umgesetzt wird die Sanierung durch den städtischen Fachbereich Wohnen und das Zentrale Gebäudemanagement. Mit ersten Vorarbeiten soll nach Angaben der Stadt zum Jahresbeginn begonnen werden.
Die Förderzusage deckt einen konkreten Teil der geplanten Aufwertung ab. Einen Termin für den Abschluss der Sanierung oder Angaben zu den gesamten Umbaukosten nennt die Stadt in ihrer Mitteilung nicht.
Quelle: City of Krefeld Press Releases
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Quellenprüfung Quellenlage
Der Beitrag stützt sich auf die Mitteilung der Stadt Krefeld zur Förderbescheid-Übergabe und den dort beschriebenen Umbauplänen.
- Fördersumme von 129.000 Euro aus der städtischen Mitteilung übernommen.
- Übergabe des Bescheids auf den 13. September 2026 datiert.
- Geplante Raum-, Sanitär- und Barrierefreiheitsmaßnahmen mit der Quelle abgeglichen.
- Nicht genannte Gesamtkosten und ein Fertigstellungstermin nicht ergänzt.
- Quelle
- Stadt Krefeld – Presse und Kommunikation
- Umfang
- Krefeld
- Aktualisiert
- 2026-09-13 14:59
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