2026-10-02 Aktuelle Nachrichten, Wirtschaft und Politik aus Deutschland.
Lichtdurchflutete Galerieansicht mit gerahmten Kunstwerken an einer weißen Museumswand im Ludwig Forum Aachen.

Margit Palme. Neuzugänge in Aachen ab September

Selbstbewusste Frauenfiguren, präzise Linien und wenige Farben prägen die Druckgrafiken von Margit Palme (1939–2025). Unter dem Titel „Margit Palme. Neuzugänge“ zeigt das Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen Arbeiten der österreichischen Künstlerin. Laut der Ausstellungsbeschreibung des Ludwig Forums beginnt die zweiteilige Präsentation im September. Wer sich für Druckgrafik, Frauenbilder und Pop Art interessiert, kann dort eine neu erweiterte Sammlung kennenlernen.

Für die Besuchsplanung bleibt eine Lücke: Die Ausstellungsbeschreibung nennt weder genaue Tagesdaten und Öffnungszeiten noch Eintrittspreise, Buchungsangaben oder Hinweise zu Anreise und Barrierefreiheit. Diese Angaben sollten Besucherinnen und Besucher vor einem konkreten Termin auf der Seite des Ludwig Forums prüfen.

43 Aquatinten aus zwei Schenkungen

Palme beschäftigte sich über Jahrzehnte mit Darstellungen von Frauen. In verschiedenen Werkzyklen griff sie Vorstellungen von Frauenkörpern und Geschlechterrollen auf, veränderte sie und spielte mit ihnen. Ihre Motive reichen von Mode, Sport und Freizeit über Tiere und das Alleinsein bis zum Leben in der Großstadt. Die Ausstellung bietet damit mehrere Zugänge zu einem Thema, dem die Künstlerin über lange Zeit treu blieb.

Grundlage der Präsentation sind zwei Schenkungen. Anlässlich einer Ausstellung übergab Palme dem Ludwig Forum 2023 zunächst 20 Grafiken. Ihre Tochter Iris Barbara Kubowsky ergänzte das Konvolut 2026 um 23 weitere Arbeiten. Die insgesamt 43 Aquatinten entstanden zwischen 1971 und 2025. Kuratiert wird die Präsentation von Mailin Haberland. Für Besucherinnen und Besucher ist die Zahl der Werke auch deshalb aufschlussreich, weil die Schau Entwicklungen innerhalb eines langen Schaffenszeitraums sichtbar machen kann.

Margit Palme. Neuzugänge in Aachen ab September

Nach dem Besuch der Modeschule Wien-Hetzendorf studierte Palme Grafik und Lithografie in Linz und Salzburg. Ab den späten 1950er Jahren widmete sie sich fast ausschließlich der Aquatinta, einer Radiertechnik. Ab den späten 1960er Jahren näherte sich die Farbigkeit ihrer Arbeiten der Pop Art an. Das Ludwig Forum ordnet die neue Schenkung als Beitrag zu einem Blick auf diese Kunstrichtung ein, der über ihre häufig männlich und US-amerikanisch geprägte Darstellung hinausgeht.

Welche Themen wann zu sehen sind

Von September bis November konzentriert sich der erste Ausstellungsteil auf Körperideale, Tierdarstellungen und das Großstadtleben. Ab Dezember folgen Arbeiten über Mode und Stoffe, Zwänge und Masken. Der Wechsel betrifft damit die inhaltlichen Schwerpunkte der Präsentation: Wer gezielt Palmes Umgang mit Körperidealen sehen möchte, orientiert sich am ersten Teil; für ihre Arbeiten zu Mode und Masken ist der zweite Teil ab Dezember angekündigt.

Veranstaltungsort ist das Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen. Eine weitere Schau im Haus ist die Ausstellung „Anfänger“. Vor einem Besuch ist vor allem der angekündigte Themenwechsel ab Dezember wichtig, da die beiden Teile unterschiedliche Arbeiten in den Vordergrund stellen.

Quelle: Ludwig Forum Aachen – Ausstellungen

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