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Schulstart in Krefeld: Was Eltern jetzt planen können

Von der Redaktion Bocian-Montagen.de

Stand: 29. August 2026

Rund 3.900 Kinder beginnen in Krefeld in der ersten Septemberwoche einen neuen Abschnitt ihrer Schulzeit. Für die Familien der 2.100 i-Dötzchen ist neben der Einschulung besonders die Betreuung nach dem Unterricht entscheidend: Die Stadt Krefeld sagt jedem Grundschulkind einen Platz im Offenen Ganztag zu, sofern zuvor ein entsprechender Bedarf angemeldet wurde.

Damit geht Krefeld zum Start des Schuljahres 2026/2027 über den zunächst begrenzten gesetzlichen Ganztagsanspruch hinaus. Während dieser bundesweit zuerst für Erstklässler gilt, bezieht die örtliche Zusage bereits die Klassen eins bis vier ein.

Schulstart in Krefeld: Was Eltern jetzt planen können

3.900 Kinder starten an einer neuen Schule

Am Mittwoch, 2. September, wechseln etwa 1.800 Kinder von einer Grundschule auf eine weiterführende Schule. Nach Angaben der Stadt beginnen rund 750 von ihnen an einem Gymnasium, 690 an einer Gesamtschule und 350 an einer Realschule.

Diese Aufschlüsselung ergibt 1.790 Kinder und liegt damit knapp unter der genannten Gesamtzahl von rund 1.800. Die Abweichung ist durch die gerundeten Angaben erklärbar und lässt keine Aussage über weitere Schulformen zu.

Einen Tag später, am Donnerstag, 3. September, werden etwa 2.100 Erstklässlerinnen und Erstklässler eingeschult. Insgesamt besuchen rund 35.000 Kinder und Jugendliche die 64 Schulen in Krefeld, darunter 56 Schulen in städtischer Trägerschaft.

Schulstart in Krefeld: Was Eltern jetzt planen können

Der gesetzliche Anspruch beginnt bei den Erstklässlern

Seit dem 1. August 2026 gilt bundesweit ein gesetzlicher Anspruch auf ganztägige Förderung, zunächst für Kinder der ersten Klasse. In den folgenden drei Jahren wird er schrittweise auf die weiteren Jahrgangsstufen der Grundschule ausgeweitet.

Für Krefelder Familien ist die örtliche Regelung weiter gefasst: Nach der Zusage der Stadt erhält bereits jetzt jedes Kind der Klassen eins bis vier einen Betreuungsplatz im Offenen Ganztag, wenn die Familie einen Bedarf angemeldet hat. Die Garantie bedeutet deshalb nicht, dass automatisch für jedes Grundschulkind ein Platz reserviert wird. Maßgeblich ist die vorherige Bedarfsmeldung.

Stadtdirektor Markus Schön führt die vollständige Versorgung auf die gemeinsame Ausbauarbeit von Stadt, Schulen und Politik zurück. Keine Krefelder Familie mit angemeldetem Bedarf müsse demnach auf einen Ganztagsplatz verzichten.

Schulstart in Krefeld: Was Eltern jetzt planen können

Krefeld hat seit 2018 insgesamt 2.604 OGS-Plätze geschaffen

Die Kapazität des Offenen Ganztags ist seit 2018 deutlich gewachsen. Damals standen 3.258 Plätze in 133 Gruppen zur Verfügung. Zum neuen Schuljahr sind es 5.862 Plätze in 242 Gruppen – ein Zuwachs um 2.604 Plätze und 109 Gruppen.

Die Versorgungsquote stieg im selben Zeitraum von rund 41 auf 64 Prozent. Nach Angaben der Stadt kamen jährlich durchschnittlich 15 Gruppen mit insgesamt 375 Plätzen hinzu. Die Quote allein beweist allerdings nicht, dass 64 Prozent dem tatsächlichen Bedarf entsprechen: Nicht jede Familie beantragt eine Betreuung, und die städtische Garantie gilt ausdrücklich für angemeldete Bedarfe.

Für zusätzliche Plätze waren auch Küchen, Mensen und weitere Gebäudeflächen erforderlich. Im Jahr 2026 wurden entsprechende Arbeiten an sechs Standorten abgeschlossen: an der Astrid-Lindgren-Schule an der Bonhoefferstraße, der Schule an Haus Rath, der Edith-Stein-Schule, der Grundschule Königshof, der Paul-Gerhardt-Schule und der Südschule.

Angemeldeter Bedarf entscheidet über die Platzgarantie

Für Eltern ist die Formulierung der Stadt entscheidend: Die Zusage umfasst Kinder aller vier Grundschuljahrgänge, setzt aber eine Bedarfsmeldung voraus. Die städtische Mitteilung nennt dafür weder eine einheitliche Frist noch einen konkreten Ablauf; für die Anmeldeverfahren verweist sie auf ihre allgemeinen Schulinformationen.

Der Ausbau soll in den nächsten Schuljahren im bisherigen Tempo fortgesetzt werden. Bis 2029 strebt Krefeld eine OGS-Kapazität für rund 80 Prozent aller Grundschulkinder an. Dieser Zielwert entspricht dem derzeit prognostizierten Betreuungsbedarf – ohne angemeldeten Bedarf lässt sich aus der Zusage kein automatischer OGS-Platz ableiten.

Quelle: City of Krefeld Press Releases

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