2026-10-10 Aktuelle Nachrichten, Wirtschaft und Politik aus Deutschland.
Historisches Gebäudeensemble mit Kuppel in Potsdam am Tag des offenen Denkmals.

Tag des offenen Denkmals in Potsdam: 60 Orte öffnen am Sonntag ihre Türen

Am Sonntag, den 13. September 2026, verwandelt sich Potsdam erneut in eine lebendige Kulisse für Architekturgeschichte. Zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ öffnen insgesamt 60 historische Orte ihre Tore für Besucher. Viele dieser Gebäude sind im Alltag für die Öffentlichkeit nicht zugänglich und bieten an diesem Tag seltene Einblicke in ihre Geschichte und technische Infrastruktur.

Auftakt in der Villa Ingenheim

Die offizielle Eröffnung findet um 10 Uhr im Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) in der Zeppelinstraße statt. Die dort beheimatete Villa Ingenheim dient als zentrales Beispiel für das diesjährige Motto, da sie preußische Residenzarchitektur mit moderner Forschungs-Infrastruktur verbindet. Interessierte können an diesem Tag an speziellen Führungen durch den Park und das Anwesen teilnehmen, die unter anderem die wechselvolle Geschichte des Gebäudes beleuchten – von der königlichen Residenz bis hin zum militärgeschichtlichen Forschungsstandort.

Highlights des Programms

Das Spektrum der teilnehmenden Orte reicht von Kirchen und Museen bis hin zu technischen Denkmälern. Wer seinen Besuch gezielt vorbereiten möchte, findet hilfreiche Tipps in unserer Übersicht zum Tag des offenen Denkmals 2026 und der Planung Ihrer Entdeckungstour.

Besondere Schwerpunkte liegen in diesem Jahr auf den historischen Verkehrswegen der Stadt:

Tag des offenen Denkmals in Potsdam: 60 Orte öffnen am Sonntag ihre Türen
  • Bahnhöfe und Technik: Der Jugendstilbahnhof Potsdam Charlottenhof bietet Führungen an, während am Bahnhof Satzkorn eine Ausstellung zur brandenburgischen Eisenbahnhistorie stattfindet. Auf dem Telegrafenberg kann zudem das Kuppelgebäude des Großen Refraktors besichtigt werden.
  • Industriegeschichte: An der Station 4 des Optischen Telegraphen gibt es Vorführungen einer historischen Telegrafen-Maschine aus dem Jahr 1832.
  • Grenzerfahrungen: Der Verein Erinnerungsorte Potsdamer Grenze e.V. bietet stündliche Führungen durch den Kontrollturm der ehemaligen Grenzübergangsstelle Nedlitz an.

Historische Verkehrsmittel nutzen

Ein besonderes Erlebnis für Besucher ist der Einsatz historischer Verkehrsmittel. Die Miniaturfregatte „Royal Louise“ startet zu Rundfahrten an der Glienicker Brücke, und auf der Strecke zwischen dem Platz der Einheit und der Glienicker Brücke verkehrt der historische Lindner-Motorwagen Nr. 9 aus dem Jahr 1907.

Da viele der 60 Standorte individuelle Öffnungszeiten haben, empfiehlt es sich, das vollständige Programm vorab über die offizielle Website der Landeshauptstadt Potsdam zu prüfen, um Routen und eventuelle Anmeldepflichten für Führungen rechtzeitig zu koordinieren.

Quelle: State Capital Potsdam Press Releases

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