2026-07-29 Aktuelle Nachrichten, Wirtschaft und Politik aus Deutschland.
Besucher betrachten eine moderne Gemäldeausstellung in einer lichtdurchfluteten Hamburger Kunsthalle.

Hamburg zeigt Lassnig und Munch: Farbe als Lebensfluss

In der Hamburger Kunsthalle treffen erstmals Maria Lassnig und Edvard Munch in einer großen Doppelausstellung aufeinander. Unter dem Titel „Malfluss = Lebensfluss“ zeigt die Schau mehr als 180 Arbeiten. Der Besuch richtet sich besonders an Kunstinteressierte, die sich mit Malerei, Farbe und der Darstellung innerer Erfahrungen beschäftigen.

Zwei Künstler, verbunden durch Farbe und Wahrnehmung

Lassnig und Munch gehören unterschiedlichen Generationen an: Die österreichische Künstlerin lebte von 1919 bis 2014, der norwegische Maler von 1863 bis 1944. Gerade dieser zeitliche Abstand macht die thematische Gegenüberstellung der Ausstellung relevant. Sie lenkt den Blick auf Parallelen, die sich in ihren Werken und Biografien zeigen.

Beide nutzten Farbe nicht nur als gestalterisches Mittel, sondern auch als Ausdruck innerer Zustände. Trauer, Liebe, Einsamkeit, Angst, Freude und Schmerz werden in der Ausstellung als wiederkehrende emotionale Themen sichtbar. Hinzu kommen körperliche Empfindungen und unterschiedliche Ebenen der Wahrnehmung, die in der künstlerischen Auseinandersetzung eine zentrale Rolle spielen.

Hamburg zeigt Lassnig und Munch: Farbe als Lebensfluss

Für Lassnig wie für Munch war Malen mehr als eine Technik. Ihre Werke dienten der Selbst- und Weltbefragung und verbinden innere mit äußeren Zuständen. Der Untertitel „Malfluss = Lebensfluss“ stammt von einem Gemälde Maria Lassnigs und verweist auf die enge Verbindung von Kunst und Leben, die in der Gegenüberstellung herausgearbeitet wird.

Über 180 Arbeiten, darunter Filme und eine Skulptur

Zu sehen sind bedeutende Hauptwerke ebenso wie selten gezeigte Gemälde. Die Auswahl umfasst außerdem Arbeiten auf Papier, Filme, Fotografien und eine Skulptur. Dadurch beschränkt sich die Schau nicht auf die klassische Gegenüberstellung von Gemälden, sondern zeigt unterschiedliche Medien, in denen sich die Themen der beiden Künstler entfalten.

Hamburg zeigt Lassnig und Munch: Farbe als Lebensfluss

Die Hamburger Kunsthalle verfügt über einen großen Bestand an Gemälden und Arbeiten auf Papier von Edvard Munch. Werke von Maria Lassnig wurden dort bereits früh angekauft; die Kunsthalle war das erste deutsche Museum, das Arbeiten der Künstlerin erwarb. Diese Sammlungsgeschichte bildet einen konkreten Bezug zwischen dem Ausstellungsort und den beiden Positionen.

Hamburger Kunsthalle: Adresse und wichtige Besuchshinweise

Die Ausstellung findet in der Hamburger Kunsthalle, Glockengießerwall 5, 20095 Hamburg, statt. Veranstaltet wird sie von der Hamburger Kunsthalle und dem Kunsthaus Zürich. Als Kuratorinnen und Kuratoren werden Dr. Brigitte Kölle, Prof. Dr. Hans Dieter Huber und Dr. Sandra Gianfreda genannt. Unterstützt wird das kuratorische Team von Noura Persephone Johnson sowie Dr. Johanna Hornauer.

Hamburg zeigt Lassnig und Munch: Farbe als Lebensfluss

Ein Start- oder Enddatum, Eintrittspreise, Buchungsinformationen, Hinweise zur Anreise und Angaben zur Barrierefreiheit sind in den vorliegenden Informationen nicht enthalten. Wer den Besuch planen möchte, sollte diese Details vorab direkt bei der Hamburger Kunsthalle prüfen. Quelle: Hamburger Kunsthalle – Ausstellungen.

Source: Hamburger Kunsthalle – Ausstellungen

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