2026-07-30 Aktuelle Nachrichten, Wirtschaft und Politik aus Deutschland.
Historisches Backsteingebäude im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau unter einem bewölkten Himmel.

Augsburg erinnert an den Genozid – Halle 116 öffnet

Am Sonntag, 2. August 2026, erinnert Augsburg an die von den Nationalsozialisten ermordeten Sinti und Roma. Die öffentliche Gedenkstunde beginnt um 10 Uhr am Erinnerungs- und Lernort „Halle 116“ in der Schotte 4, Karl-Nolan-Straße 2–4. Eingeladen haben die Stadt Augsburg und der Regionalverband Deutscher Sinti & Roma Schwaben e.V.

Gedenkstunde in der Halle 116

Die Veranstaltung findet seit 2021 jedes Jahr zum europaweiten Gedenktag am 2. August statt. Sie erinnert an den Genozid an den Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten und setzt zugleich ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Antiziganismus. Die Halle 116 ist in diesem Jahr der zentrale Ort des öffentlichen Gedenkens.

Die musikalische Umrahmung übernehmen Julia Hornung und Giangiacomo Rosso. Lisa Bühler von bluespots productions steuert lyrische Impulse bei. Damit verbindet die Gedenkstunde historische Erinnerung mit musikalischen und literarischen Beiträgen. Eine weitere Gedenktafel befindet sich am Nordfriedhof und erinnert dort ebenfalls an den Genozid.

Die wichtigsten Angaben

  • Datum: Sonntag, 2. August 2026
  • Beginn: 10 Uhr
  • Ort: Schotte 4, „Halle 116“, Karl-Nolan-Straße 2–4, Augsburg
  • Veranstalter: Stadt Augsburg und Regionalverband Deutscher Sinti & Roma Schwaben e.V.

Die vorliegende Mitteilung enthält keine Angaben zu Eintritt, Anmeldung, Barrierefreiheit oder konkreten Anreisemöglichkeiten. Wer an der Gedenkstunde teilnehmen möchte, sollte diese Punkte daher vorab über die Veranstalter klären.

Augsburg erinnert an den Genozid – Halle 116 öffnet

Rauminstallation bis 4. Oktober 2026

Im Erinnerungs- und Lernort „Halle 116“ ist außerdem die Rauminstallation „THE THREAD THAT HOLDS / DER FADEN, DER HÄLT“ zu sehen. Die international renommierte Romnja-Künstlerin Luna De Rosa hat das Werk eigens für Augsburg konzipiert. Es befindet sich auf der neu geschaffenen Veranstaltungs- und Wechselausstellungsfläche.

Die Ausstellung setzt sich mit Ausgrenzung, Diskriminierung und der Wirkung antiziganistischer Stereotype auseinander. Sie ergänzt die Gedenkstunde um eine länger zugängliche Auseinandersetzung mit den Themen. Die Rauminstallation bleibt bis zum 4. Oktober 2026 geöffnet.

Erinnerung an bis zu 500.000 Ermordete

Während der NS-Zeit wurden im Deutschen Reich und in den von Deutschland besetzten Ländern Osteuropas bis zu 500.000 Sintizze und Romnja ermordet. Der Genozid ist bis heute vielfach wenig bekannt und wird deshalb häufig als „vergessener Holocaust“ bezeichnet.

Augsburg erinnert an den Genozid – Halle 116 öffnet

Überlebende und Angehörige mussten lange dafür kämpfen, als Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung anerkannt zu werden. Der 2. August macht diese Geschichte europaweit sichtbar. In Augsburg wird das Gedenken seit 2021 öffentlich begangen und mit der heutigen Auseinandersetzung mit Antiziganismus verbunden. Für Interessierte gibt es damit am 2. August zunächst einen bestätigten Termin für die Gedenkstunde; bis zum 4. Oktober kann die Rauminstallation in der Halle 116 als weiterer Bestandteil des Erinnerungs- und Lernorts besucht werden.

Quelle: Stadt Augsburg, Mitteilung vom 30. Juli 2026.

Quelle: City of Augsburg News

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