2026-08-06 Aktuelle Nachrichten, Wirtschaft und Politik aus Deutschland.
Innenhof eines sanierten Gebäudes mit weißer Fassade, Holztüren, Rasenfläche und jungen Kletterpflanzen an der Wand.

Regensburg kürt drei Architektur-Projekte für den Bauherrenpreis 2026

Die Stadt Regensburg hat eine Vorauswahl für den diesjährigen Bauherrenpreis getroffen. Eine lokale Expertenjury, bestehend aus Vertretern der Stadtverwaltung, der OTH Regensburg und der Denkmalschutzbehörde, hat drei herausragende Projekte nominiert, die nun der Schlussjury der Arbeitsgemeinschaft Historische Städte präsentiert werden.

Der Wettbewerb zeichnet seit 1998 alle vier Jahre private und öffentliche Bauherren aus, die durch Sanierungen oder Neubauten in historischen Stadtkernen Maßstäbe setzen. Im Fokus stehen dabei architektonische Qualität, Nachhaltigkeit sowie der Beitrag zur funktionalen Stärkung der Altstadt.

Regensburg kürt drei Architektur-Projekte für den Bauherrenpreis 2026

Die nominierten Projekte im Überblick

Die Jury wählte drei Objekte aus, die den Umgang mit dem historischen Erbe Regensburgs in besonderer Weise repräsentieren:

Regensburg kürt drei Architektur-Projekte für den Bauherrenpreis 2026
  • Emmeram Forum: Das ehemalige Pfarr- und Mesnerhaus St. Emmeram wurde nach Jahren des Leerstands behutsam saniert. Durch ein Raum-im-Raum-Prinzip im Dachstuhl und die Umnutzung als Kultur- und Begegnungshaus blieb die neugotische Bausubstanz erhalten, während moderne Anforderungen für Bildung und Begegnung erfüllt wurden.

    Regensburg kürt drei Architektur-Projekte für den Bauherrenpreis 2026
  • St. Katharinenplatz 5: Das ehemalige Pilgerhaus aus dem 15. Jahrhundert wurde im Rahmen des OIKOS-Projekts der St. Katharinenspitalstiftung instand gesetzt. Ziel war die Schaffung eines barrierefreien, inklusiven Begegnungsortes unter Verwendung natürlicher Baustoffe aus stiftungseigenen Forsten.

  • Brückstraße 4: Das denkmalgeschützte Wiedamannhaus vereint mittelalterliche Ursprünge mit späteren Bauphasen. Die Sanierung bewahrte historische Einbauten wie das Versteck der ehemaligen Zinngießerei und integrierte zeitgemäße Wohnungen sowie Künstlerateliers.

Nächste Schritte im Auswahlverfahren

Die finale Entscheidung über die Preisträger fällt am 19. November 2026 im Rahmen der Tagung der Arbeitsgemeinschaft Historische Städte in Stralsund. Die Arbeitsgemeinschaft umfasst neben Regensburg auch die Städte Bamberg, Görlitz, Lübeck, Meißen und Stralsund. Für die ausgezeichneten Bauprojekte ist ein Preisgeld von 1.500 Euro sowie eine Bronzeplakette vorgesehen. Die offizielle Preisverleihung in Regensburg findet voraussichtlich im Januar 2027 statt, gefolgt von einer Ausstellung aller eingereichten Arbeiten.

Quelle: City of Regensburg Press Releases

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